|
|
24 Stunden von Kastelruth 2005 |
| Extreme 24 im TV | Von Montag, 07.02.05, bis Freitag, 11.02.05 ist Extreme 24 auf RTL in den beiden Sendungen Punkt 6 und Punkt 9 zu sehen. In den beiden Sendungen gibt es täglich einen 2 mimütigen Beitrag über das Rennen. |
|||||
| |
||||||
| "Back To The Roots" | Marathon-Skiweltrekordhalter Christian Flühr nimmt am 28.-29. Januar 2005 am härtesten Skirennen Europas teil. Die 24 Stunden von Kastelruth: Extreme24 - Fight The Night. Gegen Starter aus Italien, Österreich und der Schweiz tritt er als Galionsfigur bei dem Extremskirennen an. Blicken wir zurück: 1997 landete er bei der 24-Stunden-Ski-EM auf dem 8. Platz und ein Jahr danach auf dem 11.. Zwischen diesen Ergebnissen und heute liegen 5 Weltrekordfahrten. Christian ist überzeugt davon, nach den 24 Stunden einen vorderen Platz zu belegen. |
|||||
| |
||||||
| Der Live-Ticker | Ab Donnerstag beginnend informieren wir Euch hier via Live-Ticker über Christians Teilnahme an dem 24-Rennen. Das Rennen wird am Freitag, 28.01.05 um 20.00 Uhr gestartet und dauert bis Samstag, 29.01.05 20.00 Uhr. Rund um die Veranstaltung haben sich die Organisatoren ein riesiges Eventprogramm ausgedacht. Vor Ort wird Christian verstärkt durch die folgenden Personen aus seinem aktuellen Weltrekordteam: Gerhard Schmid (Gesamtleitung/Skiservice, Bild unten Mitte), Nenad Ulip (Medien, Links) und Tanja Hollerrieder (Physio, Rechts) Mehr dazu auch unter www.extreme24.net |
|||||
| |
||||||
| Letzte Vorbereitungen | In der kommenden Woche holt sich Christian den letzten Schliff beim Training in Oberaudorf und Sölden, bevor es am Donnerstag nach Kastelruth geht. Das Medieninteresse an Christians Start ist natürlich groß, RTL hat sein Kommen fix zugesagt und etliche Radiostationen werden live via Handy von der Piste berichten. |
|||||
| |
||||||
| Die Nacht kann kommen! | Extreme 24: "Fight The Night" Kastelruth, Italien 28.-29.01.2005 mit Christian Flühr Marathon-Skiweltrekordhalter Mit seinen zwei Betreuern Gerhard Schmid und Nenad Ulip (Tanja Hollerrieder musste wg. Krankheit zuhause bleiben) ist Christian bei strahlendem Sonnenschein in Kastelruth angereist. Nach kurzer Besichtigung der Örtlichkeiten und nach dem Einchecken im Rennbüro geht es um 20:00 Uhr zur Startnummernvergabe. Insgesamt haben sich im Einzelwettbewerb 10 Starter angemeldet. Der Hang erinnert in seiner Charakteristik an den Weltrekordhang in Oberaudorf, jedoch wartet die Liftgesellschaft lediglich mit einer 2er-Sesselbahn auf. aber naja, 24 Stunden sitzt der Weltrekordhalter auf einer A...backe ab. |
|||||
| |
||||||
| Startnummer 3 für Christian | Die Auslosung erfolgte bei -10° Celsius am Partyzelt im Zielbereich des Rennhanges. Kinder des hiesigen Skiclubs begleiteten zuerst die Zweier-Teams, danach die Einzelfahrer mit Fackeln zur Bühne, wo Denise Karbon, Vizeweltmeisterin im Riesenslalom, St. Moritz die Startnummer 3 für Christian gezogen hatte. Christian hatte zuvor die Gelegenheit, mit dem Rest des anwesenden Teilnehmerfeldes die Strecke zu besichtigen, die einige Tücken im oberen Bereich aufweist. Einem relativ steilen Anfang folgt zum Schluss ein flacher Auslauf, der es nicht verzeiht, wenn man im oberen Stück zuviel an Tempo herausnimmt. Am morgigen Tag werden noch Richtungstore für eine vorgeschriebene Linie sorgen. Eine weitere Begutachtung folgt dann im Laufe des Nachmittags. |
|||||
Das Teamhotel. Mehr unter: www.hotelmartina.it |
||||||
| |
||||||
| Bewölkt aber kalt | Trotz der morgendlichen Bewölkung ist die Temperatur in Kastelruth immer noch weit unter dem Gefrierpunkt. Gerhard Schmid kümmert sich im Keller des komfortablen Hotels MARTINA, in dem das Weltrekordteam bestens untergebracht ist, um die Beläge und Kanten von Christians Abfahrtsski. In der Zwischenzeit regelt Christian die letzten administrativen Dinge, bevor es dann um ca. 13:00 Uhr zur Fahrerbesprechung geht. Vorher wollen Christian, Gerhard und Nenad mit ein paar Abfahrten noch einmal den mittlerweile für den Publikumsbetrieb gesperrten Hang inspizieren und die beste Strategie für die extremsten 24 Stunden von Italien austüfteln. |
|||||
| |
||||||
| letzte Vorbereitungen | noch 4 Stunden bis zum Start der 24 Stunden von Kastelruth. Christian hat mit dem restlichen Teilnehmerfeld um 13 Uhr eine ausgiebige Fahrerbesprechung und Streckenbesichtigung absolviert. Dabei ging es, die am Vormittag gesteckten Richtungs- und Pflichttore zu besichtigen und zu probieren. Jeder Fahrer hatte nach der Besichtigung zwei Fahrten, um die Strecke komplett zu befahren und sich sein eigenes Urteil zu bilden. Christian befürchtet durch die relativ eng gesteckten Tore, dass sich im Laufe des Wettbewerbes tiefe Wannen bilden werden, die es den Fahrern schwer machen werden, auf die lange Zeit ermüdungsfrei fahren zu können. Auch das RTL-Fernsehteam, das einen ausführlichen Bericht über diese Veranstaltung senden will, hatte sich dem Fahrerfeld angeschlossen und machte die ersten Aufnahmen für die Produktion. |
|||||
| |
||||||
| Start pünktlich erfolgt | Punkt 20:00 Uhr ist der erste Starter der Teamwertung auf die Strecke gegangen. Mit jeweils 15 Sekunden Abstand schickt man die restlichen Läufer in den Wettkampf. Christian lässt es im Gegensatz zu einigen Draufgängern eher ruhig angehen. Seine Erfahrung aus einigen 24-Stunden-Rennen und seinen Dauerrekordfahrten sagt ihm, dass die Nacht sehr lang wird und die Kräfte bei diesen Temperaturen sehr schnell die Gemüter kühlen wird. Sowieso ist nicht begreiflich, dass sich einige Fahrer nur mit einen dünnen Rennanzug, der normalerweise nur für ein 1-2 Minuten-Rennen verwendet wird, auf die lange Reise begeben. Man wünscht ihnen zwar alles Gute, aber angesichts von -10° C zweifelt man doch ein wenig an deren Sinnen. |
|||||
| |
||||||
| Liveticker ausgesperrt | Als erstes möchte die Redaktion sich dafür entschuldigen, dass erst kurz nach 9:00 Uhr am Morgen die Berichterstattung weitergeht. Da das Büro, in dem wir die 24 Stunden von Kastelruth kommentieren, in der Nacht nicht zugänglich war, folgen erst jetzt die Ereignisse der letzten Nacht. |
|||||
| |
||||||
| Die Nacht fordert ihre Opfer | Gleich drei Teilnehmer mussten den harten Bedingungen des Rennens Tribut zollen. Nach ca. 5 Stunden des Rennens stürzte der äußerst sympathische Roland Karbon im Zielbereich schwer und musste bewegungsunfähig von den Sanitätern abtransportiert werden. Zur Stunde ist Karbon aber wieder zuhause und wird die nächsten Wochen eine äußerst schmerzhafte Knieverletzung auskurieren müssen. Roman Voppichler aus Österreich spürte nach etwa 7 Stunden seine Füße nicht mehr. Durch die beißende Kälte in der Nacht froren seine Füße langsam aber sicher so sehr, dass er noch Stunden nach seiner Aufgabe kein Gefühl mehr in den Zehen verspürte. Ebenso erging es dem Südtiroler Markus Fink, der nur wenige Minuten nach Voppichler das Rennen mit gefrorenen Füßen aufgeben musste. Zusätzlich quälte ihn über die gesamte Zeit eine schmerzende Blase am Rist, so dass das vorzeitige Ende der Veranstaltung nur eine Frage der Zeit war. |
|||||
| |
||||||
| Christian topfit | Christian dagegen zieht gleichmäßig seine Runden. Nachdem er sich von seinem störenden Rennanzug befreit hatte, den er bis ca. zur 5ten Stunde unter der normalen Skikleidung trug, fuhr er befreit und locker Rundenzeiten zwischen 13:14 und 13:17 Minuten. Man konnte beinahe die Uhr nach ihm stellen, wenn nicht zwischendurch ein Sturz für eine 20 Sekunden Verzögerung gesorgt hätte. Danach aber setzte Christian seine gleichmäßige Fahrt problemlos fort. |
|||||
| |
||||||
| Betreuer hängen durch | Gerhard und Nenad, die fast die ganze Nacht für das Wohlbefinden von Christian gesorgt haben, mussten sich der Müdigkeit um ca. 5:00 Uhr Morgens ergeben und versuchten im eigens für die Aktiven und die Betreuer eingerichteten Ruheraum unterhalb der Piste für ein paar Stunden neue Kraft zu tanken. Jeder kann nun selbst beurteilen, wie erholsam 2 Stunden Halbschlaf auf einer unbequemen Liege sein müssen. Man weiß eigentlich nicht, wer bemitleidenswerter ist: Christian, der sich auf der Piste bei -13° Celsius schinden muss oder Nenad und Gerhard. Bisher macht Christian die bessere Figur. |
|||||
| |
||||||
| Die Nacht ist vorbei | Halbzeit bei Extreme24. um 8:00 Uhr morgens zeichnet sich ab, dass Christian seinen 5 Platz sicher gefestigt hat. Nach unten hat er Luft und nach vorn ist alles noch sehr offen. Lediglich 2 Umläufe Rückstand trennen ihn vom ersten Rang. Bei einer Pause von z.B. 20-25 Minuten sind diese 2 Umläufe eingeholt und dann könnte sogar ein Kampf um den Sieg zwischen Christian und seinen sehr zähen und vor allem sehr schnellen Mitbewerbern entbrennen. Inzwischen sind die beiden Betreuer auch wieder auf dem Damm und können Christian durch die zweite Hälfte des Rennens bringen. Auch das Fernsehteam von RTL (Bild rechts) war schon früh wieder auf den Beinen, um die Rennläufer beim Wechsel in den neuen Tag zu filmen. Laut Info des Produktionsleiters wird der Rosenmontag als Ausstrahlungstermin für die erste Folge des Berichtes angesetzt. |
|||||
| |
||||||
| Frühstück wie bei Muttern | Christian bekommt von Gerhard um 9:30 ein opulentes Frühstück (Semmeln mit Kirschmarmelade, Ham & Eggs, heißen Kakao) an den Lift gereicht. Wie schon bei seinen Rekordfahrten gewohnt, klappt die Nahrungsaufnahme im Lift hervorragend. Kaum mit dem Frühstück fertig, ordert er für die Mittagszeit einen Teller Kaiserschmarrn. Es ist und bleibt nunmal seine Lieblingsspeise... |
|||||
| |
||||||
| Rangliste von 8:00 Uhr | nach 12 Stunden sieht das Klassement folgendermaßen aus: 1. Christian Rudig AUT 54 Runden (Bild rechts) 2. Roberto Magri ITA 54 Runden 3. Andreas Comploi ITA 54 Runden 4. Erich Kündig SUI 53 Runden (Bild links) 5. Christian Flühr BRD 52 Runden 6. Josef Meißnitzer AUT 50 Runden 7. Andreas Gamper ITA 49 Runden 8. Karl Überacher ITA 48 Runden 9. Markus Fink ITA 29 Runden 10. Roman Voppichler AUT 27 Runden 11. Roland Karbon ITA 24 Runden |
|||||
| |
||||||
| 15 Stunden, 30 Minuten | Noch gut Achteinhalb Stunden zu absolvieren und Christian liegt immer noch auf einem sicheren 5. Rang. Nach oben ist zwar die Luft sehr dünn, aber nach hinten hat Christian einen recht konfortablen Vorsprung, der auch noch stetig anwächst. Nachdem er sich heute morgen den heißen Kakao über die Hose geschüttet hat, läuft alles wieder glatt und sogar die Temperaturen scheinen ein Einsehen mit den Athleten zu haben. auf sage und schreibe -6° C ist das Thermometer gestiegen und die Sonne wärmt die Fahrer zusätzlich etwas auf. |
|||||
| |
||||||
| 17 Stunden 46 Minuten | Die Sonne lacht mit Christian um die Wette. Er kann und wird diesen Wettbewerb nicht gewinnen, aber er hat seinen 5. Platz zementiert und nur noch ein Ausfall kann ihm diesen hervorragenden Platz streitig machen. |
|||||
| |
||||||
| 20 Stunden, 49 Minuten | Es wird doch noch eng. Christian scheinen die 200 Stunden von Oberaudorf doch noch in den Knochen und Muskeln zu stecken. Er klagt über schwere Beine und verliert Zeit auf seinen direkten Verfolger Josef Meißnitzer, der ihm jetzt bereits auf 8 Minuten herangerückt ist. Sollte sich Christian nicht in den nächsten 3 Stunden erholen können, droht im der Verlust der 5. Position. Zu allem Überfluss musste er auch noch eine unplanmäßige Pinkelpause machen, die ihn zusätzlich mind 5-6 Minuten gekostet hat. Meißnitzer (Bild rechts) hat nun Christians Position vor Augen und wird natürlich kurz vor dem Ziel motiviert, das Letzte aus sich herauszuholen. Es wird wieder dunkel in Kastelruth. Eine weitere Minute verliert Christian auf Josef Meißnitzer. Der junge Österreicher wittert seine Chance und jagt den Weltrekordler vor sich her. nur noch 2:30 hat Christian Zeit, seinen Vorsprung zu halten, doch es scheinen seinem Verfolger Flügel zu wachsen. Kein Wunder... Red Bull ist einer der Sponsoren der Veranstaltung. |
|||||
| |
||||||
| 24 Stunden... das Ende um Haaresbreite | Christian hat es geschafft, seinen 5ten Platz zu retten. Um sage und schreibe 7 Sekunden oder der Abstand zwischen zwei Sesseln war für Josef Meißnitzer (Siehe Bild oben Mitte) das Rennen zu kurz, um Christians Position zu erobern. Christian war mit seiner Platzierung am Ende sehr zufrieden. Das Teilnehmerfeld erinnerte mit verschiedenen Europacupläufern an internationale Skirennen. So endete die perfekt organisierte Veranstaltung mit einem grandiosen Feuerwerk pünktlich um 20:00 Uhr. Es bleibt zu hoffen, dass das Organsationskomitee von Kastelruth im nächsten Jahr ein solch wundervolles Event auf die Beine stellt. Auf Wiedersehen in Kastelruth. Christian ist dann auf jeden Fall wieder dabei. |
|||||
| |
||||||
© Copyright by www.christianssnowworld.de |